Sprachbildung
Die Sprache ist ein Schlüssel zur Bildung. Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind entscheidend für den Erfolg in der Berliner Schule. Aus diesem Grund wird neben der zusätzlichen Sprachförderung außerhalb des regulären Unterrichts vor allem eine „Durchgängige Sprachbildung“ in allen Fächern umgesetzt, wovon alle Schülerinnen und Schüler profitieren.
In unserem Sprachbildungskonzept sind die Grundlagen unserer Sprachförderung festgelegt.
Neben der besagten durchgängigen Sprachförderung im regulären Unterricht haben wir zusätzliche Angebote für SchülerInnen mit einem entsprechenden Bedarf. Im Förderunterricht werden die Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes in Kleingruppen gefördert.
Für Schülerinnen und Schüler mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche wird im Rahmen der Frühschiene eine weitere Förderung angeboten.
Das Leseband
Lesen ist der Schlüssel zur Welt. Lesen lernen, heißt sich eine Welt zu erschließen, sie zu verstehen und sie zu hinterfragen. Lesen können bedeutet Selbstständigkeit, nicht nur im lebenslangen Lernprozess.
Um unseren Kindern das Lesenlernen und Lesen noch besser zu ermöglichen, starten wir ab dem Schuljahr 2026/27 mit dem Leseband. Das Leseband hat sich in Hamburg sehr gut bewährt und ist auch an vielen Berliner Schulen, vor allem den Start-Chancenschulen schon ein fester Bestandteil der Lernangebote.
Nach einem Studientag der Lehrkräfte und dem Beschluss unserer Schulkonferenz werden wir ab September 2026 mit dem Leseband beginnen. Das bedeutet auch eine veränderte Schulanfangszeit. Das Leseband findet immer dienstags, mittwochs und donnerstags von 8.00 bis 8.15 Uhr statt. Es ist verbindlicher Teil der Unterrichts und findet im Klassenverband statt.
Die Hausordnung mit den geänderten Unterrichtszeiten ist online und gilt ab September 2026.
Wir evaluieren das Projekt am Ende des Schuljahres und werden dann über die Fortsetzung entscheiden.
Das Leseband ist eine bundesweit etablierte Methode zur systematischen Leseförderung. Das Konzept sieht eine verbindliche, tägliche Lesezeit von 15 bis 20 Minuten im Schulalltag vor, in der alle Kinder durch wiederholtes Lautlesen ihre Leseflüssigkeit, ihren Wortschatz und ihr Textverständnis trainieren. Das Konzept basiert auf wissenschaftlich erprobten Lautleseverfahren und strukturierten Abläufen sowie einer regelmäßigen Trainingszeit (Täglich 15–20 Minuten, idealerweise fest im Stundenplan oder Schulalltag verankert)
Die vier Hauptmethoden sind:
Lautlesetandem: Ein starker Leser ("Trainer") liest synchron mit einem schwächeren Leser ("Sportler") halblaut mit.
Vorlesetheater: Kinder üben eine bestimmte Textrolle ein und präsentieren diese am Ende gemeinsam .
Lesen mit Hörbuch: Schüler lesen leise oder halblaut mit, während sie das Textstück parallel über ein Audioformat hören.
Chorisches Lesen: Die ganze Klasse oder Kleingruppen lesen einen Text gemeinsam im gleichen Tempo und Rhythmus.
Durch das wiederholte Lesen werden basale Fähigkeiten automatisiert, was nachweislich nicht nur die Lesekompetenz, sondern auch fachübergreifende Fähigkeiten wie Mathematik und Rechtschreibung verbessert.
Die Sprachwerkstatt
Mit den Mittel des Bonusprogramms haben wir 2014 einen Lernraum geschaffen, in dem die Lernumgebung das Lesen, Sprechen, Kommunizieren und Arbeiten mit Sprache unterstützt. Es ist inzwischen mehr, als nur ein Ort zum Lesen. Zum Schuljahr 20222/23 haben wir hier auch die sonderpädagogische Arbeit integriert.
Ausgestattet ist die Sprachwerkstatt mit Schmökerkisten, die auch das selbstständige Arbeiten rund um ein Thema ermöglichen und einem ersten kleinen Bücherbestand, der noch wachsen wird.
Die Sprachwerkstatt wird sowohl für die Sprachförderung als auch für den Unterricht im Klassen- oder Lerngruppenverband genutzt. Sie ist zudem auch am Nachmittag oder in den Pausen offen zum Lesen.
Der Bücherbus
Um unseren Schülerinnen und Schüler die Welt der Bücher näher zu bringen und damit auch die Lesefähigkeit zu fördern, steht jeden Dienstag der Bücherbus der Stadtbibliothek auf unserem Schulgelände zur Verfügung.
Ab 11:00 Uhr ist Zeit zum Schmökern und Ausleihen.
Den Service nutzen viele Kinder und auch die Pädagogen für die Zusammenstellung von Unterrichtsmaterialien.
Lese-/Lernpaten unterstützen die Entwicklung der Kinder
Nicht alle Kinder und Jugendlichen haben die gleichen Startbedingungen in der Schule. Manche benötigen eine besondere Förderung, um das Lesen, Verstehen und die Sprache zu verbessern. Dafür erhält unsere Schule Unterstützung von freiwillig engagierten Lese-/Lernpaten. Wir arbeiten eng mit dem Bürgernetzwerk Bildung (Link zu http://www.vbki.de/der-verein/buergernetzwerk-bildung) zusammen, einem Projekt des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), das ehrenamtliche Lese-/Lernpaten an Schulen und Kitas vermittelt.
Die engagierten Lese-/Lernpaten üben mit einzelnen Schülern oder kleinen Gruppen parallel zum Unterricht. Durch Lesen, Spielen und Sprechen werden die Sprache der Kinder und das Verstehen von Wörtern und Texten gefördert. Zusätzlich steigert die Verbindung, die zwischen den Paten und den Schülern entsteht, die Motivation zum Lernen.
Das Bürgernetzwerk Bildung wurde 2005 unter der Leitung der ehemaligen Berliner Schulsenatorin Sybille Volkholz ins Leben gerufen und vermittelt mittlerweile über 2.200 ehrenamtliche Lese-/Lernpaten an Berliner Schulen in schwierigem sozialem Umfeld. Damit erhalten wöchentlich mehr als 10.000 Berliner Kinder und Jugendliche eine zusätzliche Förderung über das Netzwerk. Zudem arbeitet das Bürgernetzwerk Bildung mit der FU Berlin zusammen und bietet den Ehrenamtlichen umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten.
An unserer Schule arbeiten bereits sieben Lese-/Lernpaten in den Klassenstufen 1-4. Sie stellen eine Bereicherung für die Schüler und eine Unterstützung für die Lehrkräfte dar. Für diese große und wichtige Tätigkeit möchten wir uns hiermit ganz herzlich bedanken.
Wenn Sie mehr über das Lesepatenprojekt wissen wollen, schauen Sie auf die Homepage www.vbki.de/buergernetzwerk-bildung oder wenden Sie sich an YnVlcmdlcm5ldHp3ZXJrLmJpbGR1bmdAdmJraS5kZQ==@invalid.



